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Donnerstag, 02. Mai 2013

Ein Jahr Deutsche Bank Sport-Stipendium

Frankfurt am Main - Die Kanutin Franziska Weber und der Schwimmer Steffen Deibler erhalten im Rahmen der Athletenförderung durch die Deutsche Sporthilfe auch das Deutsche Bank Sport-Stipendium. Im Mai 2012 verdoppelte die Bank die Förderung für studierende Spitzenathleten auf 300 Euro im Monat. Aktuell profitieren 300 Athleten vom Programm, das mit dem dritten Semester einsetzt. In diesem Jahr wird die Bank aus diesem Sportlerpool erstmals den Sport-Stipendiaten des Jahres auszeichnen und einen Aktiven ehren, der sich durch besondere Leistung in Sport und Studium hervorgetan hat. Als Preis winkt die Verdoppelung des Stipendiums für drei Semester.

 

Sieben Fragen an Steffen Deibler und Franziska Weber:

 

1) Steffen Deibler, Sie haben im WM-Jahr gerade bei den Deutschen Meisterschaften in Berlin aufgetrumpft. Wie ist Ihre Verfassung?

 

- Baff und glücklich!

 

2) Wie sehen Sie nun Ihre Perspektiven für die Weltmeisterschaften vom 19. Juli bis 4. August in Barcelona?

 

- Wenn ich meine Zeit über 100m Schmetterling bestätige, mit der ich in London ja Michael Phelps geschlagen hätte, gehöre ich zu den Favoriten.

 

3) In London 2012 wurden Sie, als Phelps Olympiasieger wurde, Vierter über 100 Meter Schmetterling. Wie schnell ist nach dem guten Abschneiden und der besonderen Atmosphäre in London für Sie wieder „Alltag“ eingekehrt?

 

- Ich habe mir einen langen Urlaub und acht Wochen Pause gegönnt. Dann ging es aber ruckzuck wieder los, mit Studium und Training. Mein Fokus lag im Wintersemester 2012 auf dem Studium, da ich vor den Spielen in London ein Jahr lang fast nichts in der Uni gemacht habe.

 

4) Sind Sie mit den Bedingungen für den Spitzensport in Deutschland zufrieden? Hat sich ihr sportlicher Erfolg auch finanziell ausgezahlt?

 

- Ohne private Sponsoren ist es in meiner Sportart in Deutschland nicht möglich, professionell auf internationalem Niveau zu schwimmen. Finanziell ausgezahlt hat sich mein Erfolg bis jetzt noch nicht, da ich alle Mittel wieder in den Sport gesteckt habe, zum Beispiel um mein Studium zu finanzieren. Unterstützungen, wie ein Deutsche Bank Sport-Stipendium helfen da sehr.

 

5) Sie studieren Umwelttechnik, wie oft sieht man Sie im Hörsaal, wann rechnen Sie mit dem Abschluss?

 

- Zum Beispiel im Wintersemester 2012 war ich täglich in Bergedorf am Campus Life Sciences der HAW Hamburg im Hörsaal. Ich möchte im Sommer 2014 mit meinem Studium abgeschlossen haben.

 

6) Was ist Ihre Motivation zu studieren und nicht in eine der Sportfördergruppen von Bundeswehr oder Polizei zu gehen?

 

- Ich habe mich 2008 für den Standort Hamburg entschieden und wollte dann auch hier studieren. Es gibt hier keine Möglichkeit, zur Polizei zu gehen - und zur Bundeswehr möchte ich nicht.

 

7) Schwimmer müssen viel und lang trainieren, ihr Leben spielt sich bildlich gesprochen auf 50 Metern ab. Wie motiviert man sich jeden Tag aufs Neue für die langen Einheiten?

 

- Mir macht auch das tägliche Training Spaß und wir haben in Hamburg eine tolle Trainingsgruppe – natürlich gibt es auch harte Tage, aber mit den Jahren habe ich gelernt auch damit gut umzugehen.

_______________________________________

 

1) Franziska Weber, haben Sie das olympische Feuer bis in dieses Jahr, das mit der Heim-WM Ende August in Duisburg ja wieder einen besonderen Höhepunkt bietet, hinüberretten können?

 

- Also ich erinnere mich bis heute noch unheimlich gern an den vergangenen Sommer. Es war eine tolle Erfahrung. Aber es gibt jetzt einfach neue Ziele, eine Heim-WM ist immer was Besonderes, und ich freue mich, so was auch mal miterleben zu dürfen. Aber es wird doch was ganz anderes als das, was ich 2012 erleben durfte. Und ich stecke auch in diesem Jahr voller Willen und Tatendrang, die neuen Aufgaben zu bewältigen.

 

2) Wie schnell ist nach Gold und Silber in London für Sie wieder „Alltag“ eingekehrt?

 

- Nach Weihnachten ist dann mal Ruhe eingekehrt. (lacht) Ich habe seit den Spielen in London so viel Neues kennengelernt, das ist der Hammer, und ich bin sehr dankbar dafür. Aber ich bin auch froh, dass ich mich jetzt wieder voll und ganz auf das Training und das Studium konzentrieren kann.

 

3) Können Sie schon sagen, ob der Olympiasieg Ihr Leben verändert hat?

 

- Ja, ich denke, ich kann sagen, bis darauf dass sich für mich in London ein Traum erfüllt hat, hat sich bei mir im Leben nichts geändert!

 

4) Sind Sie mit den Bedingungen für den Spitzensport in Deutschland und speziell in Potsdam zufrieden?

 

- Ich kann hier in Potsdam kaum klagen. Ich habe wirklich gute Trainingsbedingungen, und auch mit unserer Laufbahnberaterin eine wirklich große Hilfe für die Planung meines Studiums an meiner Seite - und natürlich auch weitere Partner, die es mir ermöglichen Sport und Studium unter einen Hut zu bekommen.

 

5) Haben Sie Sorge, später keinen guten Job zu bekommen, wenn Sie weiter in Kanu investieren und das Studium leidet?

 

- Sicherlich bin ich nicht total entspannt und sorglos, was meine Zukunft nach dem Sport angeht. Und ich denke auch, dass dies keine einfache Zeit nach Studium und Sport wird, aber dennoch blicke ich zuversichtlich in die Zukunft.

 

6) Was ist Ihre Motivation Bauingenieurswesen zu studieren und nicht in eine der Sportfördergruppen von Bundeswehr oder Polizei zu gehen, und wie finanzieren Ihr Leben?

 

- Polizei ist für mich keine Alternative, das ist nicht das, was ich mir als Job vorstellen könnte, und in der Bundeswehr hätte ich eine Ausbildung oder ein Studium nur vor mir hergeschoben. Deshalb habe ich mich dafür entschieden, mich im Studium auszuprobieren, auch um im Verletzungsfall oder was auch immer eine weitere Aufgabe zu haben. Leben tue ich hauptsächlich von der Sporthilfe.

 

7) Was macht für Sie die Faszination des Kanusports aus und mit welchen Gefühlen blicken sie auf die WM-Saison mit den Rennsport-Titelkämpfen vom 27. August bis zum 1. September in Duisburg?

 

- Es fasziniert mich, dass man immer an der frischen Luft ist, und ich liebe die Ruhe auf dem Wasser. Voller Freude, aber auch Spannung schaue ich diese Saison mit der WM im eigenen Land.

 

- Quelle/Foto: Stiftung Deutsche Sporthilfe


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